An der Produktion arbeiteten mit:

Regie: Pierre Schäfer
Puppen: Mechtild Nienaber
Ausstattung: Ralf Wagner
Musik: Stefan Frischbutter
Kostüme: Evelyne Höpfner, Ira Hausmann
Spiel: Regina Wagner, Daniel Wagner

Das sagt die Presse:

Kuh tanzt, Wolf singt
Eröffnung der "marottinale"

"Vier Tiere auf dem Weg in die große Stadt. Die Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor." Das sagt die Katze, die auch mal feststellt, dass sie eigentlich in dieser Geschichte als einzige nicht fehl am Platz ist. In Grimms Märchen von den Bremer Stadtmusikanten tun sich bekanntlich ein Esel, ein Hund, ein Hahn und eine Katze zusammen. In den "Berliner Stadtmusikanten", einem Stück des Theaters Zitadelle aus Berlin, sind es Kuh, Wolf, Spatz und Katz, die den Zwängen des Altersheims entfliehen, um in Berlin noch einmal etwas zu erleben. Zur Eröffnung des Festivals "marottinale" im Figurentheater marotte gab es viel zu lachen, zu schmunzeln und manches ging auch zu Herzen bei dieser kecken Umdeutung und Modernisierung der altbekannten Geschichte durch das Theater Zitadelle aus Berlin.
Regina und Daniel Wagner, Mutter und Sohn, geben als Schwester Gisela und Pfleger Eugen ein wahres Duo Infernale, dessen Kaltschnäuzigkeit der Neuzugang, Herr Spatz, zu spüren bekommt. Das läßt der sich nicht lange gefallen und überredet seinen Zimmerkumpan, den alten Wolf zur Flucht nach Berlin - und weil der den Plan der verquasselten Katze anvertraut, die kein Geheimnis bewahren kann, erfährt es auch Frau Kuh, die früher mal Tänzerin war.
Regina und Daniel Wagner führen die lebendig und markant gestalteten Handpuppen, bringen sie in unterschiedlichen Tonlagen zum Sprechen, verleihen ihnen jeweils einen ausgeprägten Charakter, so dass die Puppenspieler, obwohl sie nie ganz hinter ihren Figuren verschwinden, doch unsichtbar erscheinen. Da ist der gutgläubige Spatz, die wehrhafte Kuh, die zur Musik von "Schwanensee" ein graziles Tänzchen auf dem Tisch hinlegt, die Katze, die die anderen und manchmal auch sich selbst schwindelig quasselt, so dass sie ihren Kumpanen empfiehlt: "Hört nicht auf mich". Am stärksten und anrührendsten ist aber der alte, schon etwas lädierte und vom Leben gezeichnete Wolf, der keiner Fliege was zu Leide tut. Wenn er Peter Gabriels "The Book of Love" anstimmt, dann schmelzen nicht nur seine Freunde dahin.
Ein toller und viel beklatschter Auftakt der siebten marottinale-Ausgabe, bei der die Abendvorstellungen, wie marottinale-Leiter Thomas Hänsel stolz verkündete, bereits ausverkauft sind.
Badische Neueste Nachrichten, Peter Kohl

Technisches

Spieldauer: 80min (ohne Pause)
Aufbauzeit: 3h
Abbauzeit: 1h
Zuschauerbegrenzung: 150

Bühne
Podest: 5 x 5m
Podesthöhe: 60cm bzw. ansteigende Sitzplätze

Licht
Anlage wird mitgebracht

Ton
Anlage wird mitgebracht

Technische Bedingungen
Stromanschluss 220 V
verdunkelbarer Raum

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