Ein Sommernachtstraum

Eine Marionetteninszenierung
nach William Shakespeare

Für Erwachsene und Menschen ab 12

Nominiert für den Ikarus 2007 – Auszeichnung für eine herausragende Inszenierung eines Kinder- und Jugendtheaters in Berlin

Beim „Sommernachtstraum“ handelt es sich um eine Liebesgeschichte, in der eine einen liebt, der eine andere liebt, die einen anderen liebt, der sie liebt.
Nicht genug der Verwirrung schreibt der, der das Stück geschrieben hat, auch noch über einen, der ein Stück schreibt, in dem einer eine liebt, die ihn liebt, aber leider von einem Löwen gefressen wird.
Beim ersten Autor handelt es sich um den berühmtesten Schriftsteller der Welt, William Shakespeare, und bei dem zweiten Autor handelt es sich um den einfältigen Handwerker Zettel, der sein Machwerk auch noch zur Hochzeitsfeier am Fürstenhof aufführen will.
Na, wenn das mal gut geht.

Eine Inszenierung mit Schauspiel, Marionetten und anderen Puppen, mit viel Drumherum und Mittendrin.

Termine im Spielplan

Datum Beginn

An der Produktion arbeiteten mit:

Inszenierung: Theater Zitadelle
Regie: Therese Thomaschke
Ausstattung: Ralf Wagner
Bühne: Ralf Wagner, Jens Hellwig
Figuren: Ralf Wagner, Thomas Klemm, Ewald Otto
Schau- und Puppenspiel: Regina Wagner, Daniel Wagner

Das sagt die Presse:

ZITTY
Was bedeutet Individualität in der Liebe? Nicht viel, so vielleicht das Resümee des „Sommernachtstraums“. Was sich liebt, kann sich auch wieder entlieben, und dazu braucht es nicht mal einen besonderen Grund. Mehrere Partner fühlen sich hier wechselweise zueinander hingezogen, mal zum Falschen, mal zum Richtigen, mal zum Tierischen.
Die Aufführung des Theaters auf der Zitadelle zeigt, dass das Stück eigentlich ideal ist für die Puppenbühne; lassen sich doch schon über Puppenphysiognomie und -kleidung die Strukturen der gesellschaftlichen Ordnung sowie der triebhaften Unordnung bestens illustrieren.
Die Puppenspielerfamilie Wagner hat die berühmte Komödie ( Regie Therese Thomaschke) gründlich entrümpelt und einen kurzweiligen Abend aus sich befruchtenden Gegensätzen gebaut - bittersüß und böse, hellwach und traumverloren. Auf der Bühne glüht über tiefblauer und sattgrüner Sommernacht ein kleiner Sternenhimmel. Davor hat Handwerker Zettel auf Berlinisch Visionen von der hohen Kunst des Theaters, Shakespeares Verse mischen sich mit Berliner Schnauze. Jutte Mischung, isn`t it? (Regine Bruckmann)

FRÄNKISCHE ZEITUNG
Über Therese Thomaschkes virtuos mehrschichtiger Inszenierung liegt Ironie, als hätte sie Loriot puderzuckerfein darüber gestreut.

Thomaschke guckt auf das Stück und seine traditionelle Lesart mit dem Wissen um Regietheater und querständige Deutungen.
Das aber sieht man nur auf den zweiten Blick. Auf den ersten ist es putzige Puppen – Romanik samt wundersamer Bildwirkungen: fliegende Elfen mit Schmetterlingsflügeln, dämmriger Waldstimmungen, lichtvolle athenische Säulenhallen – Max Reinhardt hätte es vor 100 Jahren nicht viel anders in Szene gesetzt. Eine Inszenierung wie anno dunnemal also?
Keineswegs. Die Ausstattung von Ralf Wagner und seinenKollegen arbeiten mit hintergründigem Witz gegen eine blumig dekorative Shakespeare-Verhübschung an.
Die Elfen sind schweinsnasige Zipfelmützenkerlchen, Hermi a und Lysander sind zwei Pummelchen, und auch Helena und Demetrius sind alles andere als Idealgestalten (obwohl sie doch als solche leicht zu schnitzen wären).
Das es um das Ganze, um Leben, Liebe und Tod geht, das zeigen die Puppenspieler Regina und Daniel Wagner, wenn sie als Schnock und Zettel leibhaftig vor die Bühne kommen, zwei ärmliche Handwerker in Jeans.
Daniel Wagners sprachgehemmter, linkischer Zettel ist eine tragikomische Miniatur erster Güte, nichts verschmiert, nichtsvergröbert, noch jedes Blinzeln ist präzis gesetzt. Regina Wagner setzt den Schnock als herzhaften Gemütsmenschen dagegen. Zwei blutvolle Komödianten. Sie tragen den Sommernachtstraum. (Thomas Wirth)

Technisches

Spieldauer: 80min (ohne Pause)
Aufbauzeit: 3h
Abbauzeit: 1h
Zuschauerbegrenzung: 150

Bühne
Podest: 5 x 5m
Podesthöhe: 60 bis 80cm bzw. ansteigende Sitzplätze

Licht
Anlage wird mitgebracht

Ton
Anlage wird mitgebracht

Technische Bedingungen
Stromanschluss 220 V
verdunkelbarer Raum

Motive und Reihenfolge der Fotos entsprechend der Abbildungen rechts.
Veröffentlichung nur mit Urheberangabe.

Gefördert durch die

Logo der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa